SPD Hessen weiter gegen Kohlekraftwerke
Die SPD-Spitzenkandidatin im Landtagswahlkampf in Hessen, Andrea Ypsilanti, steht auch weiterhin hinter ihrer strikten Ablehnung von neuen Kohlekraftwerken. Trotz des Störfeuers des ehemaligen SPD-Wirtschaftsministers Wolfgang Clement, der heute auf der Gehaltsliste des Energieriesen RWE-Power steht, verteidigt die SPD-Politikerin ihren zukunftsweisenden Kurs in der Energiepolitik.
Die Stimmen in der SPD, die neben dem Atomausstieg auch den bedingungslosen Verzicht auf Kohlekraftwerke fordern, werden lauter. Weder ökologisch, noch ökonomisch mache es heute noch Sinn, auf eine völlig veralterte Technologie zu setzen, für die die uns folgenden Generationen die Zeche zahlen müssten.
Zitat Andrea Ypsilanti (SPD):
“Ich halte es für falsch neue Kohlekraftwerke in Hessen zu bauen. Man legt sich damit für weitere 50 Jahre auf eine hochgradig klimaschädigende Art der Energieerzeugung fest. Man muss eine Alternative zur wegfallenden Atomenergie aufzeigen und vermeiden, dass diejenigen Menschen, die ursprünglich gegen die Nutzung der Atomkraft eingestellt sind diese am Ende als
das kleinere Übel akzeptieren: lieber Laufzeitverlängerungen als neue, klimaschädigende Kohlekraftwerke. Wenn man die erneuerbaren Energien nicht klar ins Zentrum der Energiepolitik stellt, dann kann man nur wählen zwischen der Atomfalle auf der einen und der Klimafalle auf der anderen Seite. Zwischen diesen beiden Alternativen gibt es jedoch noch einen Ausweg: dies ist der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien. Hierfür muss man endlich politisch das nächste Kapitel zur breiten Einführung der erneuerbaren Energien aufschlagen.”
Es zeigt sich erneut eindrucksvoll, dass nicht die Zeche Rüstersielergroden für die Grünen Wahlkampf macht, sondern die Vertreter von SPD, CDU und FDP im Rat (allen voran OB Eberhard Menzel), die weiter die Interessen der Energiekonzerne Electrabel und EON vertreten, anstatt sich der globalen Klimaproblematik und deren Lösungsansätzen zu stellen. Besonders Menzel warf der Zeche Rüstersielergroden in den vergangenen Wochen ständig vor, nur “ein Wahlkampfvehikel” für die GRÜNEN zu sein. Seine hessische Parteigenossin hat ihn nunmehr eines Besseren belehrt.
Die SPD hat auf Bundes- und Landesebene längst erkannt, dass Kohlekraftwerke unverantwortlich, teuer und dreckig sind. Wann wacht die Politik in Wilhelmshaven endlich auf?
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