Electrabel schafft den Spagat
Es ist schon interessant, wie die belgische Firma Electrabel die mathematischen Gesetze außer Kraft setzt. Denn bei Electrabel sind 1 + 1 = 3! Auf ihrer deutschsprachigen Homepage kündigt Electrabel den Bau von zwei (2) neuen Kohlekraftwerken in Norddeutschland an.
Als Standorte werden Stade, Brunsbüttel und Wilhelmshaven genannt. Hoppla, das sind ja drei (3)!
Also: 1 + 1 = 3
Für zwei der drei Standorte (Stade und Wilhelmshaven) wurde laut Electrabel bereits ein Genehmigungsantrag bei den zuständigen Gewerbeaufsichtsämtern gestellt. Für den dritten Standort (Brunsbüttel), soll dies in Kürze geschehen. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wie Electrabel zwei Kraftwerke an drei Standorten bauen will!?
Kann es sein, dass der belgische Energiekonzern die drei Kommunen gegeneinander ausspielen will? Geht es um Subventionen, Fördermittel aus Brüssel, Infrastruktur?
Und schon scheint klar, weshalb die Stadtverwaltung unter OB Menzel das Kraftwerk im Schnelldurchgang durchpeitschen will. Electrabel macht durch die drei alternativen Standorte mächtig Druck auf die drei Kommunen. Und so werden schnell mal Bedenken beiseite geschoben und Kritiker diffamiert, um den Zeitplan einzuhalten und schneller zu sein, als die anderen.
Und wie sieht es in den anderen beiden Kommunen aus? Mindestens ein Standort wird wohl leer ausgehen. Allerdings sehen das die lokalen Politgrößen anders. In allen drei Städten feiert die Politik, unter dem Protest der Bürger, den angeblichen Mega-Deal.
Hier die Pressestimmen aus Brunsbüttel und die Versprechungen von Electrabel. Hier die Pressestimmen aus Stade und nochmal Stade
Die Pressemitteilungen aus Wilhelmshaven ersparen wir Ihnen, da sie ja täglich in der Zeitung zu lesen sind. Zumindest zeigt sich eindrucksvoll, wie wenig glaubhaft die Versprechen von Electrabel sind. Dem Konzern geht es einzig darum, die Standorte gegeneinander auszuspielen. Alle drei seien perfekt geeignet. Alle drei sind (oder werden in Kürze) beantragt. Überall wird investiert. Wer es glauben mag…
1 + 1 = 3


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PeterGeschrieben am 10 Oktober, 2008 um 23:44
Ach ja , ich hab was vergessen .
Mein Auto fährt mit Autogas .
Total Umweltfreundlich . Was verbraucht den euer Geländewagen ?
CO2 egal ?
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PeterGeschrieben am 10 Oktober, 2008 um 23:40
Moin Moin ,
also , mein Strom kommt aus der Steckdose . Ich bin gegen Atomstrom , Kohlekraftwerke , Windparks ( vor allem nicht in meinem Garten ) . Und Arbeit habe ich auch . Was gehen mich da die anderen an .
Hallo , wo leben wir denn ?
Gibt es nur noch Egoisten , oder was .
Brot für die Welt und Kuchen für mich .
Nein Danke !
PS: Ich arbeite In einem Kohlekraftwerk . Rund um die Uhr . Wochenende , Feiertag , damit ihr es schön warm habt und auch noch im Internet um meinem Job diskutieren könnt .
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ChristophGeschrieben am 22 Mai, 2008 um 07:00
>>Sprich, der 2. Standort ist Stade O D E R Brunsbüttel.<<
@Befürworter: Vor einigen Wochen stand in der WZ, daß electrabel nunmehr *auch* an *beiden* Standorten bauen will.
Die Situation hat sich verändert. Allerdings nur für die, die vorher electrabel geglaubt haben.
Die Lügner entlarven sich halt irgendwann vollautomatisch. Wirkungsgrad der Lügen: 90%+. Wie man immer wieder hier studieren kann.
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thomasGeschrieben am 15 Mai, 2008 um 16:25
also der wirtschaftliche aufschwung is ja h´ganz schön, schon mal drüber nachgedacht wer den spüren wird? ich denk das die mit der kohle genau das machen werden wie mit dem öl jetzt, bis zum letzen tropfen und die preise kräftig erhöhen. kohle wird es auch nicht ewig geben und sie wird jetzt schon jedes jahr teurer, da verdient sich eletrabel noch ne goldenen nase mit, und das dürfen dann unsere kinder bezahlen, schön zukunft oder nicht?
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H. WagnerGeschrieben am 30 März, 2008 um 14:09
Zitat ↑:
Nun, das ist zwar nicht unbedingt falsch, aber ich möchte darauf hinweisen, daß die Kraftwerksbetreiber von Wirkungsgraden von “wahnsinnigen” 50+ % reden, während eine heimische Heizungsanlage unter diesen Umständen umgehend stillgelegt würde, da dort ein Mind.-Wirkungsgrad von 92% erzieht werden muß, wobei moderen Heizungsanlagen mittlerweise weit über diesem Mindestanspruch agieren.
Kommentar zitierenAußerdem gibt es schon heute andere Kraftwerksformen, wenn wir mal bei konservativ zentraler Denkweise bezüglich unserer Energieversorgung bleiben, die bei bedeutend geringerem CO2-Ausstoß bedeutend höhere Wirkungsgrade haben.
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AnonymousGeschrieben am 27 März, 2008 um 19:10
So ziemlich jeder hat Zuhause eine Heizung, die Öl oder Gas verbrennt. Dort wird lediglich der CO2 Gehalt im Verhältnis zur Luft gemessen, und so ungefähr eingestellt. In einem Kraftwerk gibt es STRENGE Abgasgrenzwerte!!! Diese können nur mit Hilfe von aufwendigen Verbrennungsluft-Reinigungsanlagen erreicht werden. Diese Abgase sind wesentlich sauberer wie die einer normalen Ölheizung.
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Sabine JanssenGeschrieben am 3 Februar, 2008 um 21:27
Die fehlenden Arbeitsplätze werden immer wieder als Argument für diese Kraftwerke angeführt und das verfängt zu oft bei betroffenen oder von Arbeitslosigkeit Bedrohten. Vor der Haustür haben wir ein Beispiel,dass es auch ohne die Klima und Umweltbedrohung geht: in Roffhausen sind ca, 3000 neue Arbeitsplätze entstanden!! nachdem Olympia Pleite gemacht hat.
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Frank EiltsGeschrieben am 31 Januar, 2008 um 21:03
Lieber Befürworter,
ich bin ebenfalls für Aufschwung, Arbeitplätze und technischen Fortschritt.
Ich verstehe eines nicht: Wie können Sie bei einem Kohlekraftwerk von sauberem Fortschritt sprechen? Wirklich sauberer Fortschritt ist nur die erneuerbare Energie, da sind wir uns doch sicher einig. Was Sie meinen, ist dass das neue Kraftwerk “sauberer” ist, als ältere.
Wir ziehen am gleichen Strang. Wir wollen Arbeit für Mitmenschen, uns, unsere Kinder. Dem darf nicht im Wege stehen, aber eben auch nicht das Umdenken.
Die Entscheidung für ein oder mehrere solcher Kraftwerke legt uns für die Zukunft fest. Schauen Sie über den Tellerrand. Vor Jahren noch glaubte man nicht daran, dass regenerative Energierzeugung ein wichtiger Wirtschaftzweig sein könnte.
Heute ist er ist. Glauben Sie nicht auch, dass diesen Unternehmen die Zukuft der Energieerzeugung gehört? Denken Sie nicht, dass zukunftsorientiertes Denken und ein gutes Gewissen gegenüber unseren Kindern im Vordergrund stehen muss?
Kommentar zitierenNiemand hier will der Zukunft Wilhelmshavens im Wege stehen. Vielleicht täuscht mich mein Gefühl, aber ich glaube, dass gerade in Wilhelmshaven besonders häufig falsche Entscheidungen getroffen werden und dass es an kreativen Köpfen in der Politik fehlt. Einem bei anderen Gemeinden wie Sauerbier angebotenen Kraftwerk zuzustimmen, zeugt jedenfalls nicht von Weitsichtigkeit.
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WolfGeschrieben am 31 Januar, 2008 um 20:43
…spürst du es, diese frische Luft, den leichten Hauch von Blei,…hust…Arsen, Quecksilber…noch einmal tief durchatmen…die letzte Ratssitzung…hust…nochmals an sich vorübergleiten lassen und dann registrieren, was Eon gerade mit unseren Steuergeldern anstellt: schlappe 38 Millionen…hust…sollen die an die EU zahlen, 38 Millionen Euro die du, ich, wir, ihr und sie erarbeitet haben, damit der Strom aus der Steckdose kommt und wir uns anhören müssen, dass die Menschen im verrußten Ruhrgebiet sich jahrzehntelang für uns geopfert hätten - nun seien wir mal dran.
Scheiß Mikroskope…hust…, wie kann man so etwas nur erdenken - es genügt anscheinend noch nicht, dass wir das Quecksilber, das Blei, das Arsen durch unsere Nahrung wieder aufnehmen und das der Feinstaub erst krankmachen muss…hust…, manche brauchen für diesen Sachverhalt trotz Professorentitel immer noch Gutachten, denn ihnen ist irgendwie nicht klar, dass das, was da rauskommt auch wieder irgendwo landet. Manchmal ist mir ganz “irrelevant” zumute, soviel…hust…, Unbedenklichkeit “all around” und die Wilhelmshavener bald mittendrin im Dreck von mindestens 3 Kohlekraftwerken und deren Immissionen…und die Wäsche bleibt ganz klar p o r e n t i v rein!
…aber wieder kurz zurück zu Eon und unseren 38 Millionen Euro: Eon wird wahrscheinlich wieder völlig zu Unrecht verdächtigt, ein Siegel der EU vorsätzlich verletzt zu haben:
“Das Siegel bestand nach Angaben der EU-Kommission aus einer speziellen Plastikfolie. Diese reiße nicht, wenn sie jemand zu entfernen versuche, sondern auf ihrer Oberfläche erscheine dann an mehreren Stellen der Schriftzug „Void“ [Englisch für „nichtig“]. Eon hatte vorgebracht, das Erscheinen des Schriftzugs „Void“ könnte auf Schwingungen, auf die Einwirkung eines scharfen Reinigungsmittels, eine altersbedingte Vorbeschädigung des Siegels oder hohe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen sein. Sowohl der Hersteller des Siegels als auch ein unabhängiger Sachverständiger hätten jedoch bestätigt, dass sich der Zustand des Siegels am Morgen des 30. Mai nur auf den Versuch, es zu entfernen, zurückführen lasse.”…Energielobbyisten fällt immer etwas ein, wenn es darum geht, ihre marktbeherrschende Stellung nicht zu verlieren - und das klingt dann verdächtig ähnlich wie die beinahe grenzdebile Argumentationsebene während einer Ratssitzung in Wilhelmshaven!
Wohl bekomms, das bisschen CO2!
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50+FanGeschrieben am 31 Januar, 2008 um 18:51
Gut gesagt, aber hier stösst Du auf taube Ohren….
Haalllooooo
wenn Herr Doktor sagt das ist nicht gut, oder ein Lehrer, dann kann das nicht gut sein..??!!
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BefürworterGeschrieben am 31 Januar, 2008 um 17:49
….Hallo Ihr Mathegenies! Rechnen ist ganz gut, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die für diese Region ein arbeitsplatzschaffendes, infrastrukturförderndes und äußerst umweltschonendes Unternehmen hat sich im Vorfeld die für die realisierung von zwei neuen Kraftwerksblöcken entsprechende Standorte gesichert. Dies hätten auch 4 oder 7 sein können.Gebaut werden zwei, womit die Gleichung wieder stimmt.Da kann man mal sehen,wie weit im vorraus geplant wurde denn man konnte ja nicht bem Aussuchen der in Frage kommenden Standorte auf sofortige Zusage spekulieren.Sprich, der 2. Standort ist Stade O D E R Brunsbüttel.Außerdem kann es nicht sein, daß ein neu geplantes, modernes Kraftwerk mit den Bildern eines seit über 30 Jahren bestehendes Kraftwers verglichen wird, bezüglich der Abgaswerte und Staubbelastung.Weiterhin kann die “Rüstersieler Zeche”, sowie ganz WHV sicher sein, daß ihre weiße Wäsche auch in Zukunft weiß bleibt.Steht bitte dem saubersten Fortschritt und den Arbeitsplätzen der Region und deren Kinder nicht im Wege, denn der Strom kommt nicht nur aus der Steckdose.In diesem Sinne: ein wirtschaftlicher Aufschwung der Region WHV kann und darf nichts im Wege stehen.
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