I get a kick out of you!

30 Januar, 2008

Pressemitteilung: 30|01|2008
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Die Eon-Dreckschleuder auf dem Rüstersieler Groden mit seiner Entschwefelungsanlage, deren Ausfallquote mindestens bei supermodernen 30 Prozent liegt?

Es herrscht Krieg in Wilhelmshaven.
Auf einer Seite stehen die Durchblicker, auf der anderen die Verwirrten. Hier die Vernunft, da der Bauch. Zur jeweils ersten Kategorie zählen sich selbst der Oberbürgermeister und diverse andere Vertreter der städtischen Politik und Wirtschaft, die gleichzeitig Tausende Wilhelmshavener BürgerInnen, darunter mindestens 118 Ärztinnen und Ärzte, der anderen Schublade zuordnen.”…heißt es im neuesten Gegenwind, in dem Imke Zwoch versucht sachlich zusammenzufassen, was die demokratischen Lobbyistenstrukturen übrig gelassen haben, von dem Wilhelmshaven, das wir einmal als “Grüne Stadt am Meer” kannten.

Kohlekraftwerke sind gut für uns” und “wir machen das“, könnte man zynisch hinzufügen, gerade so, wie bei Evonik, ehemals STEAG, die in ihrer überheblichen Werbekampagne durch die Sendeanstalten tingeln und Kohlekraftwerke jenseits der 30ssiger Jahre pflegen, als wäre es alles zum Wohle der Menschheit, abgeschriebene Kohlekraftwerke, mit denen man sich “dumm und dämlich” verdient, gehört man zu deren Besitzern, Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern.

Unsere Wilhelmshavener Lobbyistengazette ist sich in diesem Zusammenhang nicht zu schade, jeden noch so erdenklichen Artikel zu publizieren, der Kohlekraftwerke befürwortet. Was muss in den RedakteurInnen dieser Lokalgazette vorgehen, die anscheinend mehr an ihrem Redaktionsstuhl kleben und sich in Zeiten abnehmender Auflagenzahlen auf die Seite der Lobbyisten schlagen, um dem Rest der Demokratie in der Kommune Wilhelmshaven den Todesstoß zu versetzen. Man muss sich als “Journalist” auch einmal Gedanken machen, wie viele Menschen in Zukunft diese Zeitung noch kaufen werden, verliert sie doch stündlich an Glaubwürdigkeit.

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Manfred Adrian, Verleger des offiziellen Wilhelmshavener Presseorgans

Wahrscheinlich bezahlt der Verleger schon die kohlekraftwerksbefürwortenden Leserbriefschreiber, damit auch der letzte glaubt, dass es den letzten Donnerstag mit der Ärzte-Initiative gar nicht gegeben hat, als sich das Gro der Politprominenz bis auf die Knochen blamierte, zusammengepfercht inmitten der Lobbyisten. Dieser Verleger ist bestimmt nicht an der Wahrheit interessiert, sondern am Umsatz mit dem Geld der Lobbyisten im Rücken und erpressbaren Schreiberlingen, die inzwischen alles “in den Computer hacken”, für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze - sche… auf den Pressekodex!

4 Kohlekraftwerke blühen der kreisfreien Stadt am Jadebusen, die sich mit selbst gezüchteten Lokalstrategen zum Tor der Welt schraubt, ohne die Bürger eines Blickes zu würdigen, oder sie überhaupt zu fragen.

Das bisschen CO2, was da zusätzlich in die Luft geht, das bisschen Kühlwasser, die paar Tonnen Schwermetalle, wie Blei, Arsen und Quecksilber - die riecht man doch nicht einmal - die sieht man nur, wenn man sich einmal die Mühe macht, das bestehende Eon-Kraftwerk aus der Nähe zu betrachten, wenn es tagelang vor sich hinraucht.

Klimawandel - das weite Feld der Gutachter und Gegengutachter - jeder hat da so seine Quelle - aber die Fürsprecher haben die Quellen der Wahrheit und demonstrieren den Bürgern mit den erwirtschafteten Gewinnen und unseren Steuergeldern, das sie mehr Öffentlichkeit erzeugen können, um den letzten Antagonisten in die Knie zu zwingen. Wir, die Bürger, bezahlen unsere Lobbyisten inzwischen selbst und diese drohen uns seit neuestem sogar mit einer Klage, wenn emanzipierte Bürger ihre überhöhten Gaspreisrechnungen nicht zahlen wollen, natürlich in der Lokalgazette, die uns stündlich die Kohlekraftwerke schmackhaft machen möchte, sie wissen schon, die mit dem Verleger, der damals, als Inhausersiel plattgemacht wurde, die Anzeige vom 11. Juni 1977 des NDR nicht abdruckte und es hieß: “Wir bedauern ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Ihre Anzeige nicht veröffentlichen können, weil sie gegen die Richtlinien unserer Zeitung verstößt und weil wir gegen den hier aufgezeichneten Inhalt grundsätzliche Bedenken haben.” …dabei suchte der NDR im Rahmen seiner Recherche zur damaligen Industrieansiedlung nur nach Bürgern und deren Meinung für einen Dokumentarfilm.

Heute müsste es heißen: “Wir können die objektiven Fakten leider nicht abdrucken, weil sie der Wahrheit entsprechen würden - und die verkauft sich schlecht und weil uns dann die Lobbyisten abspringen würden, sie wissen schon, die mit den schönen aalglatten Portfolios und dem vielen Geld für die schönen grossen Anzeigen und Werbeprospekte, die wir drucken dürfen!” Angst regiert schon längst die Redaktion des kommunalen Presseorgans, Angst vor der Wahrheit!

Die jüngste Landtagswahlen zeigen ein anderes Bild, das die Bürger endlich wieder mitreden möchten, ohne bevormundet zu werden - also der “Super-Gau-Bürger” mit Hang zur absoluten Transparenz, was in Sachen Wilhelmshavener Holding bestimmt nicht förderlich für die Oberwirtschaftsförderer und “Ich-geh-über-Los-Strategen” ausgehen würde. Gerade einmal 51,8 % der Wilhelmshavener gingen zur Wahl und die “Partei der Nichtwähler” wird somit immer grösser.

Ängste der Wähler und Bürger werden kleingeredet in Informationsveranstaltungen der Kohlekraftwerksverkäufer, die in ihren selbst prognostizierten Energiebilanzen der kommenden Jahrzehnte immer wieder betonen, dass sie auch alle Grenzwerte freiwillig unterschreiten. Komisch nur, dass trotzdem 4,2 Mio. Tonnen CO2 inklusive sämtlicher Schwermetalle mehr in der Luft liegen werden, alles mit Importkohle, die unter menschenunwürdigsten Bedingungen im Ausland gefördert unseren Wohlstand sichern soll.

Die “perversen Gelüste” der Lobbyisten gehen so weit, dass man inzwischen Weltrekorde publizieren lässt, die uns suggerieren sollen, dass Kohlekraftwerke mit 50% Wirkungsgrad verhindern werden, dass uns das Licht ausgeht, so dass wir nicht bei Kerzenschein vor uns hinvegetieren müssen. Dafür geht uns dann irgendwann die Luft aus und der Tourismus mit den allein im Wangerland 3.800 Arbeitsplätzen. Was tut man nicht alles für 110 feste Arbeitsplätze in Wilhelmshaven, das bisschen Tourismus!

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Eberhard Menzel, “mittendrin, statt nur dabei”, wenn es darum geht sich und die Lobbyisten in Wilhelmshaven gesellschaftsfähig zu machen!

Der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven ist die Krönung einer beinahe gespenstischen Szenerie der: “Hinter-verschlossener-Tür-regiert-es-sich- deutlich-ungenierter-nach-Gutsherrenart” -Mentalität.

Wann dieser Oberbürgermeister abtritt, ist noch nicht raus, aber Wilhelmshaven weiter öffentlich vertreten wird beim sich bildenden öffentlichen Druck immer schwieriger.

Karikaturen mag er nicht, Kritiker grüsst er offiziell nicht mehr, weil die könnten ja mit den Karikaturisten reden, die er in regelmäßigen Abständen öffentlich versucht zu verklagen und in Ratssitzungen diskreditiert, natürlich ohne selbst Kritik entgegenzunehmen. Was für ein selbstbewusster “Regent”, der sich per Ratsbeschluss öffentliche Mittel gönnt, für die Prozesse gegen seine Kritiker, was für eine Politprominenz, die das mit verabschiedet und im Chor der Macht arrogant “mitgrölt”, ohne sich zu schämen!

Wir, die Bürger, sind Wilhelmshaven und nicht diese peinliche überalterte Politprominenz gepaart mit ihrem offiziellen unseriösen Presseorgan.

Deine Meinung!

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Bürgerbegehren!

Die Bürgerinitiative - Zeche Rüstersieler Groden gegen Kohlekraftwerke und für Klimaschutz richtet sich gegen die Ansiedlungspläne der Stadt Wilhelmshaven von weiteren Kohlekraftwerken.

Engagieren Sie sich durch Ihre Unterschrift für mehr Mitbestimmung und eine saubere Zukunft unserer Stadt.

Hier können Sie sich die Unterschriftenliste downloaden. Dann nur noch ausdrucken und ausfüllen!