Kraftwerke fordern erstes politisches Opfer

27 Februar, 2008

Der FDP-Ratsabgeordnete Michael Schadewald hat sein Ratsmandat abgegeben. Hintergrund ist unter anderem die Debatte über die Neuansiedlung von bis zu vier Kohlekraftwerken in Wilhelmshaven. Schadewald hatte bereits in der Ratssitzung, in der der Bebauungsplan 212 beschlossen wurde, seinen Unmut über den Umgang der Stadt und Politik mit den Kraftwerksgegnern zum Ausdruck gebracht.

Bedauerlich ist nur, dass sich die FDP, bzw. Herr Schadewald nicht schon vorher gegen die Kohlekraftwerke ausgesprochen hat. Weiterhin bedauerlich ist, dass nicht die Ratsabgeordneten zurücktreten, die wie SPD-Fraktionschef Neumann oder OB Menzel die Öffentlichkeit weissentlich belügen und täuschen. So hatte OB Menzel bis zuletzt behauptet, es würde nur ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden, letztendlich sind es mindestens zwei. Neumann hatte in einer Presseerklärung verlauten lassen, dass die SPD-Fraktion für eine Bürgerbefragung wäre, wenige Tage später hat die SPD einen entsprechenden Antrag der Grünen im Rat abgelehnt. So funktioniert Politik in Wilhelmshaven…

9 Kommentare

  1. 9

    Christoph

    Zitat Toto Riina :

    Zitat Danny :

    zu danny hab ich
    72.900.000 hits bei google gefunden, wie konstruktiv ist das denn ?

    Naja, daß Christoph und Danny real names bzw. daran angelehnt sind, ohne auf eine bestimmte öffentlich wohldokumentierte negative Persönlichkeit abheben zu wollen, dürfte auf der Hand liegen.

    Die Frage sollte daher nicht sein, wie konstruktiv solche real names-nahen handles sind, sondern wie DESTRUKTIV handles wie Toto Riina im hiesigen Kontext sind -und wohl auch sein sollen.

    Aber ich fürchte, ich begehe gerade einen Kardinalfehler und replye auf Troll-Posts. Sorry dafür an alle Nicht-Trolle.

    P.S.: “troll :wiki” in google zu suchen ist eine nützliche Ergänzung zu diesem Posting für alle, die sich nicht alltäglich in Foren trollen ;-)

    Grüße.

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  2. 8

    Toto Riina

    Zitat Danny :

    Ich habe mich hier gerade gewundert was es für sonderbare Namen in (der Nähe von) Wilhelmshaven gibt.

    Bei Google habe ich 146000 Einträge zu Toto Riina gefunden. Einen Kommentar erspare ich mir hier an dieser Stelle einfach.

    aus Wikipedia:
    Salvatore „Totò“ Riina (* 16. November 1930 in Corleone, Sizilien, Italien) ist ein italienischer Verbrecher, in der Cosa Nostra meistens „u curtu“ (der Kurze, aufgrund seiner geringen Körpergröße), in den Medien „la belva“ (die Bestie) genannt. Er ist einer der bekanntesten Anführer der sizilianischen Mafia. …

    zu danny hab ich
    72.900.000 hits bei google gefunden, wie konstruktiv ist das denn ?

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  3. 7

    Danny

    Ich habe mich hier gerade gewundert was es für sonderbare Namen in (der Nähe von) Wilhelmshaven gibt.

    Bei Google habe ich 146000 Einträge zu Toto Riina gefunden. Einen Kommentar erspare ich mir hier an dieser Stelle einfach.

    aus Wikipedia:
    Salvatore „Totò“ Riina (* 16. November 1930 in Corleone, Sizilien, Italien) ist ein italienischer Verbrecher, in der Cosa Nostra meistens „u curtu“ (der Kurze, aufgrund seiner geringen Körpergröße), in den Medien „la belva“ (die Bestie) genannt. Er ist einer der bekanntesten Anführer der sizilianischen Mafia. …

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  4. 6

    Aufschwung

    Zitat Gerd Adamczyk :

    Sollte der am 26.02.08 gesendete Beitrag von Frontal21 unter dem Titel „Vernachlässigte Stromnetze“ und der Bericht „E.on –Konzern will Tochter Thüga verkaufen“, WZ vom 27.2.08, dazu beitragen, dass die Kohlekraftwerksbefürworter ihre Argumente überdenken?

    Der Bericht im ZDF zeigt, dass das deutsche Stromnetz bis heute nicht für den zunehmenden alternativern Strom, (an der Nordsee bei Husum wird Windstrom für 500.000 Haushalte erzeugt), gerüstet ist und dieser kann daher nicht in den Süden transportiert werden. Man gibt zu, das Netz sei jetzt schon am Limit und wenn die Leitungen voll sind, (weil eine neue fehlt), schaltet Netzbetreiber E.on die Windmühlen einfach ab.

    Obwohl der Wind immer mehr Strom liefert, sollen die vielen Kohlekraftwerke immer mehr Energie erzeugen. Das bedeutet wohl: wenn die neuen Kohlekraftwerke weiter mehr Energie erzeugen kommt es zu einer Überlastung – und das bei überwiegend alten Netzen. Die Gefahr von Stromausfällen steigt.

    Die Konzerne könnten mehr Ökostrom transportieren, was aber wegen nicht erfolgten Netzausbaus zu Lasten des eigenen Kohlestroms ginge. Das ist zwar nicht im Sinne der Konzerne, aber ganz im Sinne des Klimaschutzes. Und unsere Politiker geben E.on eine Option auf einen dritten Kraftwerksblock mit 1200 MW im Bebauungsplan 220!!!

    Im ZDF-Bericht heißt es, dass der Stromkunde sich jedes Jahr mit geschätzten 20 Milliarden Euro Netzentgelt am Ausbau beteiligt, doch davon wurden im Jahr 2005 lieber 18 Milliarden als Gewinn von den Konzernen eingestrichen.

    Die möglichen Einbrüche bei der Rentabilität der Anteile an den Stadtwerken veranlasst E.on zum Verkauf der Tochter Thüga. Zu was wird den verantwortungsbewussten Bürger und den Stadtrat das unverantwortliche Handeln der Energiekonzerne veranlassen?

    ES WIRD IMMER ZUERST DAS KRAFTWERK MIT DEN SCHLECHTESTEN IMMISIONEN ABGESTELLT!!!!!!! SO IST DAS!!!!!

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  5. 5

    Christoph

    Nachdem die politischen Himmelrichtungen in den letzten Monaten kräftig verdreht wurden (soll heißen: Der Rat hat kontrastreich gezeigt, welche Partei man in Zukunft unterstützen sollte — selbst als Kraftwerksbefürworter könnte man die Bürgerkommunikation des Rats nur noch als Wahlempfehlung für Die Grünen oder Die Linke interpretieren, wenn man bei klarem Verstand ist) dreht Herr Dr. Schadewald unerwartet am Kompass und beweist Rückrat.

    Spät, aber nicht zu spät.

    Und selbst wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist: Respekt, Dr. Schadewald!

    Wenigstens einer, der sich den Inhalten verschrieben und sich nicht der offensichtlich gleichgeschalteten Roboterarmee des OBs im Rat anschließt. Jedenfalls nicht bis zum bitteren Ende dieser “Als-Handlanger-von-electrabel-können-wir-doch-nur-gewinnnen”- und “Mir-doch-egal-was-der-Bürger-will”-Truppe. Und das wird kommen, garantiert.

    Nächste Steigerungsform wäre, zu den Ärzten, die sich gegen die Kraftwerkspläne formiert haben, dazuzustossen — ob er sich das traut? Kann man dann noch eine Praxisgemeinschaft profitabel betreiben? Was kommt wohl so schon auf den armen Mann zu? Das wird sehr, sehr interessant.

    Jedenfalls ist es unübersehbar: Der Protest formiert sich — auch da, wo die “bösen” Steinkohle-Gegner und “Retter der Umwelt” gar keinen Einfluss üben können. Die Diskussion wird öffentlicher und sachlicher. Was in den letzten Tagen auf NTV und in einigen Nachrichtensendungen an Aufklärung läuft ist insofern schon peinlich, als dass die dort genannten Gegenargumente schon lange publik gemacht wurden.

    Nur gelang es anscheinend bisher, die Entscheider gleichzuschalten und Kritik als Hirngespinst abzutun. Damit ist jetzt Schluss. Die Wahrheit setzt sich durch.

    Wir sollten dem OB danken, daß er so klar für die widerlegten Argumentationsketten von electrabel einsteht, und direkte an den OB gestellte Bürgeranfragen zu dem Thema übrigens entspannt ignoriert (ich hab´s ausprobiert, weil ich´s nicht glauben wollte). Denn damit heizt er den Prozess der Aufklärung nur an. Ob er das versteht, bevor er sein Amt verliert? Bestimmt. Schließlich kann man auch im Lotto gewinnen, obwohl die Chancen verschwinden gering sind :-)

    Die Parallele zu klar widerlegten Verschwörungstheorien zu 911 (gemeint ist die offizielle Version “Die Türme brannten so heiß, da sind die Stahlträger geschmolzen und es gab eine Sandwich-Zusammenfall”) ist frappierend: Es dauerte eine Weile, aber mittlerweile glauben über 50% der Amerikaner, dass die U.S.-Regierung keine weiße Weste hat in Bezug auf 911.

    Wie lange hat es gedauert, bis wir 1+(1+1)+(1+1) zusammenrechnen konnten? Null Sekunden. Und bis der Rat dies auch bestätigte? Bis zur peinlichen Unvermeidbarkeit dieser Rechenoperation. Wie man an diesem Thread sieht, sind einige immer noch bei diesem Schritt. Geduld!

    Wie lange wird es dauern, bis die Wahrheit über die 4+1 Kohlekraftwerke, die verschenkten Umweltzertifikate (und Geldmaschine, die daraus gemacht wird) und über die ökologischen und ökonomischen Folgen dieser Fehlplanungen sich durchsetzen?

    Ich schätze ungefähr so lange wie die Dixie Chicks brauchten, um wieder Livekonzertkarten zu verkaufen, nachdem sie die Reihen der gleichgeschalteten U.S.-Bürger-Bots verlassen hatten und öffentlich verkündeten, dass sie sich anlässlich des war against terror in Afghanistan schämten, dass ihr Präsident aus Texas kommt.

    Also so ca. 9 bis 16 Monate.

    Bis dahin wurden sie als Landesverräter und Nichtpatrioten beschimpft und allseits diffamiert. Nun haben so einige U.S.-Bürger dazugelernt, die Wahrheit erkannt. Und die Fangemeinde der Dixie Chicks ist größer denn je.

    Das sind doch gute Aussichten!?!

    Zuletzt noch eine Prognose: Es wird nicht einen einzigen kritischen Beitrag in diesem Forum zu diesem Beitrag hier geben, der ohne Diffamierung, Beschimpfung oder Unsachlichkeiten auskommt. (Ich muss aber zugeben, dass ich diese Prognose für die gesicherteste Aussage in meinem Beitrag halte.)

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  6. 4

    Andreas

    Zitat Toto Riina :

    Ihr verarscht die Leute,
    wo kommen mind. 4 neue hin ?

    lg

    Vor der letzten Ratssitzung, in der die Bebauungspläne verabschiedet wurden, fand eine öffentliche Sitzung des Bau- und Umweltausschusses statt. Norbert Schmidt (SPD und Ratsvorsitzender) stellte darin die konkrete Frage, ob es weiterer Verfahren bedarf, falls e.on und Elekrtabel ihre Option auf jeweils ein zusätzliches Kraftwerk nutzen. Dieses wurde eindeutig verneint, solange eine Leistung von 4000 MW nicht überschritten wird.

    Eigentlich ist es unnötig hier zum wiederholten Male zusammen zu rechnen wieviele Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven stehen könnten, aber ich mache es dennoch (vielleicht hilft es ja diesmal): Ein Kraftwerk von e.on steht bereits. E.on und Elektrabel bauen jeweils eines und beide haben die Option ein weiteres zu bauen. (Das Zusammenrechnen spare ich mir..)

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  7. 3

    Lisa

    Zitat Toto Riina :

    Das ist eine riesen
    schweinerei was hier hier mit
    Zahlen rumschmeisst, die zahlen
    sind erlogen und erstunken !!!!

    Ihr verarscht die Leute,
    wo kommen mind. 4 neue hin ?

    Ich bin zu müde das richtig zu stellen, es wird eins von EON gebaut, dass Modernste der Welt!!!
    und eins von Electrabell,das sind mit dem jetzt schon vorhandenen 3 wenn ich das zählen richtig gelernt habe !!!!!

    Hört auf mit eurem scheiss die Leute zu verarschen !!!!!!!

    lg

    Tach Toto Riina.

    Also Naja! Wenn ich mich nicht täusche war davon bei einer Ratssitzung auch bei den Ratsmitgliedern und unserem Herrn Menzel selbst die Rede, dass es eben bis zu vier werden können. Also, das es Befürworter für ein oder mehrere Kohlekraftwerke gibt ist ja ok und richtig! Jeder hat eben da seine eigene Meinung. Aber wie diese hier teilweise so auftreten… *kopfschüttel*

    Liebe Grüße
    Lisa

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  8. 2

    Gerd Adamczyk

    Sollte der am 26.02.08 gesendete Beitrag von Frontal21 unter dem Titel „Vernachlässigte Stromnetze“ und der Bericht „E.on –Konzern will Tochter Thüga verkaufen“, WZ vom 27.2.08, dazu beitragen, dass die Kohlekraftwerksbefürworter ihre Argumente überdenken?

    Der Bericht im ZDF zeigt, dass das deutsche Stromnetz bis heute nicht für den zunehmenden alternativern Strom, (an der Nordsee bei Husum wird Windstrom für 500.000 Haushalte erzeugt), gerüstet ist und dieser kann daher nicht in den Süden transportiert werden. Man gibt zu, das Netz sei jetzt schon am Limit und wenn die Leitungen voll sind, (weil eine neue fehlt), schaltet Netzbetreiber E.on die Windmühlen einfach ab.

    Obwohl der Wind immer mehr Strom liefert, sollen die vielen Kohlekraftwerke immer mehr Energie erzeugen. Das bedeutet wohl: wenn die neuen Kohlekraftwerke weiter mehr Energie erzeugen kommt es zu einer Überlastung – und das bei überwiegend alten Netzen. Die Gefahr von Stromausfällen steigt.

    Die Konzerne könnten mehr Ökostrom transportieren, was aber wegen nicht erfolgten Netzausbaus zu Lasten des eigenen Kohlestroms ginge. Das ist zwar nicht im Sinne der Konzerne, aber ganz im Sinne des Klimaschutzes. Und unsere Politiker geben E.on eine Option auf einen dritten Kraftwerksblock mit 1200 MW im Bebauungsplan 220!!!

    Im ZDF-Bericht heißt es, dass der Stromkunde sich jedes Jahr mit geschätzten 20 Milliarden Euro Netzentgelt am Ausbau beteiligt, doch davon wurden im Jahr 2005 lieber 18 Milliarden als Gewinn von den Konzernen eingestrichen.

    Die möglichen Einbrüche bei der Rentabilität der Anteile an den Stadtwerken veranlasst E.on zum Verkauf der Tochter Thüga. Zu was wird den verantwortungsbewussten Bürger und den Stadtrat das unverantwortliche Handeln der Energiekonzerne veranlassen?

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  9. 1

    Toto Riina

    Das ist eine riesen
    schweinerei was hier hier mit
    Zahlen rumschmeisst, die zahlen
    sind erlogen und erstunken !!!!

    Ihr verarscht die Leute,
    wo kommen mind. 4 neue hin ?

    Ich bin zu müde das richtig zu stellen, es wird eins von EON gebaut, dass Modernste der Welt!!!
    und eins von Electrabell,das sind mit dem jetzt schon vorhandenen 3 wenn ich das zählen richtig gelernt habe !!!!!

    Hört auf mit eurem scheiss die Leute zu verarschen !!!!!!!

    lg

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