RWE setzt auf Panikmache

27 Februar, 2008

Der Energieriese RWE geht in die Offensive. Zur Durchsetzung seiner betriebswirtschaftlichen Ziele setzt die RWE in einer Pressemitteilung ihres Chefs Jürgen Großmann auf reine Panikmache. So führt Großmann an, dass im Sommer 2008 in Deutschland ein Energieengpass drohe, wenn nicht neue Kraftwerke gebaut würden. Ein trockener und heißer Sommer führe zwangsläufig zu Lieferengpässen der Energieerzeuger und somit zu Stromausfällen bei den Kunden.

Um einen solchen Lieferengpass im Sommer 2008 zu verhindern, sollten Politiker und Bürger ihren Widerstand gegen die geplanten neuen Kohlekraftwerke aufgeben und auch Kernenergie akzeptieren, so Großmann von der RWE. Sogar von mehrtägigen Stromausfällen ist bei Großmann die Rede.

Woher dieser plötzliche “Lieferengpass” kommt, kann Großmann nicht erklären. Auch bleibt er die Erklärung schuldig, wie die geplanten Kohlekraftwerke, die erst in 5 bis 10 Jahren fertiggestellt werden, den angeblichen Engpass in diesem Sommer überbrücken sollen. Großmann hofft vielmehr, durch gezielte Panikmache und wissentliche Unwahrheiten den breiten Widerstand gegen die Kernenergie und die Kohlekraftwerke aufzuweichen.

Ein guter Rat wäre gewesen, endlich auf allen Ebenen die längst möglichen Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Hierin liegt der eigentliche Schlüssen für eine umweltverträgliche und zukunftsorientierte Energiepolitik. Schon heute könnte fast 50% des Energiebedarfes in Deutschland durch simple Sparmaßnahmen eingespart werden.

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