Schweizer Konzern zieht sich zurück

13 März, 2008

Der Schweizer Energiekonzern “BKW Energie AG” zieht seine Pläne für den Bau von Kohlekraftwerken in Deutschland zurück. BKW Energie AG ist auch zu 33% am Electrabel-Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven beteiligt. Neben dem Standort Wilhelmshaven wollte sich der Schweizer Konzern auch am Bau von weiteren Kohlekraftwerken in Dörpen und Nordenham beteiligen. Die Pläne für Nordenham wurden bereits im Februar aufgegeben, Dörpen wurde aktuell fallen gelassen. Da die verträge für den Standort Wilhelmshaven bereits geschlossen seien, wird dieses Projekt wohl umgesetzt.

Der Mehrheitsaktionär des Energiekonzerns, das Schweizer Kanton Bern, lehnt den Bau weiterer Kohlekraftwerke ab. “der Regierungsrat hat der Unternehmensleitung mitgeteilt, dass wir nicht wollen, dass unter Federführung der BKW eine solche CO2-Schleuder gebaut wird”, zitieren Schweizer Zeitungen die bernische Energiedirektorin Barbara Egger.

Neben verantwortungsbewussten Bürgern in Deutschland hat nun auch die Schweizer Politik erkannt, dass die Neuerrichtung von Kohlekraftwerken eine große Gefhar für die Umwelt und die Menschen bedeutet. Diese Erkenntnis ist ein erneuter Schlag ins Gesicht für die Energielobby, zu denen auch die Wilhelmshavener Spitzenpolitiker Menzel, Neumann, Schmidt, Biester, Bauermeister und ihre Fraktionen gehören. Erneut wurde die Wilhelmshavener “Politielite” Lügen gestraft.

Nach den Beschlüssen des Stadtrates über den Neubau von bis zu vier Kohlekraftwerken in Wilhelmshaven vergeht kaum ein Tag, an dem die Scheinargumente von Electrabel und der lokalen Politik nicht widerlegt werden. Die Konsequenzen des hemmungslosen und veranwortungslosen Fehlverhaltens unserer Stadtspitze haben dummerweise die Bürger zu tragen. Das wahre Ausmaß der Umweltschäden und des Verlustes an Lebensqualität an der Jade wird allerdings erst erkennbar sein, wenn die Stadtspitze längst in Rente ist. Viele der Politiker, die diese Kraftwerke beschlossen haben, werden dann wohl das Weite suchen und die Stadt verlassen…

2 Kommentare

  1. 2

    Inge Stemmer

    Es wäre ja schön. Dörpen wurde aktuell fallen gelassen.!
    Nur leider ist es nicht so.
    Die BKW hält an ihren Plänen fest. Sie sucht lediglich einen Partner um die Berner Regierung etwas zu beruhigen….
    Aber wir als BI bemühen uns, der BKW die Freude an dem Projekt zu vermiesen.

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  2. 1

    Bettina Richter

    Der Schweizer Energiekonzern zieht sich zurück, der Emder OB lehnt das dort geplante Kohlekraftwerk ab, die Mainzer CDU votiert für ein Gas- statt des Kohlekraftwerks…
    Jeden Tag lesen wir neue erfreuliche Nachrichten. An immer mehr Stellen der Republik wird eingesehen, dass die Kohlekraftwerke mit ihrer überholten Technik nicht mit den Klimaschutzzielen vereinbar sind.
    Aber in der Wilhelmshavener Stadtspitze hält man am Kurs fest, Umdenken oder neue Einsichten sind unmöglich. Am Auslaufmodell Kohlekraft wird festgehalten, koste es was es wolle. Wahrscheinlich deshalb, weil die Entscheider dunkel ahnen, dass sie selbst zu den Auslaufmodellen zählen.

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