Proteste nehmen weiter zu
Wie schön hatten es sich die Wilhelmshavener Politiker doch vorgestellt. In ihrer unverwechselbaren Selbstherrlichkeit wollten die Spitzen von SPD und CDU die bis zu vier neuen Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven durchwinken, ohne das jemand etwas bemerkt. Doch da waren die Herren schief gewickelt. Nachdem sich eine aktive Bürgerinitiative gergündet hatte, nahm der Protest täglich an Fahrt auf.
Über 115 Ärzte schlossen sich zu einer Initiative zusammen, um auf die gesundheitlichen Risiken der Kohlekraftwerke hinzuweisen. Grüne, Linke/LAW und BASU als Parteien beteiligten sich ebenso am Protest, wie Greenpeace, BUND oder LBU. Und auch viele Mitglieder von SPD und CDU ließen ihren Maulkorb fallen und setzten sich offen gegen den Wahn ihrer Partespitzen zur Wehr. Über 3.000 Bürger der Stadt unterzeichneten in wenigen Wochen den Aufruf zu einem Bürgerbegehren.
Zwar hat der Rat der Stadt die Kohlekraftwerke wider besseren Wissens durchgewunken, Erfolge sind dennoch zu verzeichnen. Allein die Tatsache, dass der Protest viele Menschen zum Nachdenken bewogen hat, macht ihn zum Erfolg. Doch noch geben wir uns nicht geschlagen!
Die Grüne Jugend Oldenburg plant für den Sommer 2008 ein Protestcamp in Wilhelmshaven. Nachdem sich die Politik auf dem politischen Auge als blind erwiesen hat, soll der Protest nun deutlich verstärkt werden. Die Wilhelmshavener verantwortlichen sollen nicht glauben, dass sie von den Bürgern aus der Verantwortung gelassen werden.
Wer Interesse an der Vorbereitung, Unterstützung oder Teilnahme am Camp hat, der sende bitte eine E-Mail an folgende Adresse:
kohlekraft_wilhelmshaven@gj-oldenburg.de
Natürlich werden auch wir alle interessanten Neuigkeiten über die Plaungen veröffentlichen und hoffen auf eine rege Beteiligung am Camp!
