800 zu 2
800 zu 2 ist die Gewinnquote für das neue Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven. Mit zwei Milliarden Euro Investitionen warben die Energiekonzerne Elektrabel und EON für ihre Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven. Zeitgleich erfreuten sich die Politiker daran, die zu erwartenden Steuereinnahmen schon heute für soziale Zwecke ausgeben zu dürfen, auch wenn sie später eingestehen mussten, dass es, aufgrund der Abschreibungen, nie zu diesen Einnahmen kommen wird.
800 Milliarden Euro muss die Bundesrepublik Deutschland in den nächsten 50 Jahren für die Folgen des Klimawandels aufbringen. Schäden durch Hochwasser, Stürme und die notwendigen Deicherhöhungen werden ihren finanziellen Tribut fordern. Dies berichtet die WZ in ihrer heutigen Ausgabe auf der Titelseite. Errechnet wurden diese Zahlen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Während sich die Energiekonzerne die Gewinne aus den bis zu fünf Kohlekraftwerken in Wilhelmshaven in ihre Tasche stecken, muss der Steuerzahler mit erheblichen Mehrbelastungen rechnen, um die durch die Kraftwerke verursachten Klimaschäden zu beheben. Erneut beweist sich die Kurzsichtigkeit der Wilhelmshavener Politik!
