Bielefeld - Kohlekraftwerk ist vom Tisch.

In Wilhelmshaven setzt man auf Steinzeitkonzepte und schon das heutige Kohlekraftwerk von E.on, das mindestens bis 2020 laufen soll stößt jährlich allein 3,9 - 4,2 Mio. Tonnen CO2 aus!
Kurz vor Ostern präsentierten die Stadtwerke ihre Alternative. Gut 23 Millionen Euro will das Unternehmen investieren, um aus Holz, Biomasse, Müll, Gas, Wind und Sonnenlicht Energie für die Fernwärme zu gewinnen - ein ökologisches Energiepaket, das den jährlichen CO2-Ausstoß um etwa 65 Prozent oder 108.00 Tonnen reduziert.
“Das entspricht etwa dem gesamten Ausstoß des Bielefelder Autoverkehrs”, sagte Ingo Kröpke der die Energieerzeugung der Stadtwerke leitet.
In Bielefeld besteht der Energiemix aus einer Müllverbrennungsanlage die rund die Hälfte der Bielefelder Fernwärme erzeugt und die auf etwa 75 Prozent gesteigert werden soll, einem neu zu bauenden Holzkraftwerk mit einer Leistung mit 5,5 Megawatt thermischer Leistung und 1,2 Megawatt elektrischer Leistung, einer Biogasanlage mit der Universität und Stadtwerke kooperieren mit ca. 1 Megawatt elektrischer Leistung, einem Gaskraftwerk für Spitzenzeiten und aus einem Mix von Solar und Windanlagen.
Gründe für den Nichtbau sind unter anderem auch die drastisch gestiegenen Kohlepreise!
Die Rendite des bis 2012 stufenweise geplanten Projektes sei nicht üppig, aber das ist so gewollt. Man baut in Bielefeld mit dem neuen Energiekonzept auf Nachhaltigkeit und Verantwortung.
Im Gegensatz zu Wilhelmshaven, wo man immer noch Steinzeitkonzepte plant und genehmigt, hat Bielefeld sich auch die Agenda 21 auf die Fahnen geschrieben, ein umfangreiches Arbeitsprogramm für eine weltweite Partnerschaft, die darauf abzielt, eine Umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaftsentwicklung auf der Erde zu erreichen.
In Bielefeld ist man stolz auf das neue Modell. Man ist auch stolz darauf ein Zeichen in Sachen Umweltschutz, sowie politisch ökologischen Vorgaben gesetzt zu haben und dass Bielefeld präpariert ist für die Arbeit in einem Markt, dessen Regeln im Wandel sind.
