Preissprung bei Steinkohle

Ein Kohlefrachter an Wilhelmshavens Niedersachsenbrücke. Nicht mehr lange und dann wird hier “Scharzes Steinkohlegold” angelandet.
Wieder ein Stück prophezeite Wahrheit am Tageslicht. Die von den Energiekonzernen vielbeschworene günstige Kohle hat sich rasant verteuert.
Zitat:
“Mit Steinkohle ist ein wichtiger Energieträger für die deutsche Stromerzeugung teurer geworden. Der durchschnittliche Einkaufspreis für Steinkohle der deutschen Kraftwerksbetreiber sei in den vergangenen Monaten auf mehr als 100 Euro je Tonne [Steinkohleneinheit] geklettert, so der Verein der Kohlenimporteure. Das seien etwa 50 Prozent mehr als im Jahresdurchschnitt 2007. Der Einkaufspreis betrug damals den Angaben zufolge 68 Euro je Tonne. Hintergrund des Preisanstiegs sei die große Nachfrage. Ein Viertel der deutschen Stromerzeugung basiert auf Steinkohle.”
Quelle: Hamburger Abendblatt | 25. Juni 2008
Was für Beschwichtigungsformulierungen die lieben Energiekonzerne per Lokalgazette uns wohl wieder einflössen werden in den nächsten Tagen, Wochen, und Monaten!?
Tja liebe Energiekonzerne und besonders liebe Kommunalpolitiker aus Wilhelmshaven: Da haben sich die Befürworter in Sachen Kohlekraftwerke wohl überschätzt und den Mund etwas zu voll genommen.
Das Beispiel Hamburger Affinerie ist vielen ein Begriff. Sie drohte damit sich selbst ein Kraftwerk zu bauen, wenn die Energiebezugspreise nicht auf ein verträgliches Maß sinken würden.
Und der gemeine Verbraucher zahlt inzwischen die Zeche, die Differenz, d. h. das was die Energiekonzerne als Zugeständnis der Industrie anboten. Die Großindustrie verhandelt ihre Konditionen für die Abnahme von Energie inzwischen direkt mit den Energieversorgern.
[Quelle: Die Strippenzieher | 2005].
