CO2-Ausstoß steigt noch schneller als befürchtet Höher, schneller, dreckiger

Die PR-Strategen von Eon befinden sich gerade auf der Greenwashing-Saubermann-Tour in Wilhelmshaven und versuchenin den Antagonisten Dampfmaschinentechnologie schmackhaft zu machen.
Der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Trotz der Bemühungen einiger Staaten die Klimaerwärmung zu begrenzen, steige der CO2-Ausstoß seit 2000 vier Mal so schnell wie noch in den 90er Jahren, hieß es in der Studie des Global Carbon Project. Die Zuwachsrate habe damit noch über dem schlimmsten Szenario des Weltklimarats gelegen.
Monatlich werden in Brasilien etwa 1000 km2 Regenwald abgeholzt.
Die Verbrennung fossiler Energieträger und Landnutzungsänderungen habe im vergangenen Jahr Emissionen von zehn Milliarden Tonnen Kohlenstoff verursacht. Gleichzeitig sinke die Effizienz der Natur bei der Kohlenstoff-Aufnahme etwa in Wäldern und Ozeanen. Das Klima könnte sich somit viel schneller erwärmen als zunächst angenommen, sagte Professor Barry Brooke, Klimaforscher an der Universität von Adelaide.
China vorn
Mehr als die Hälfte des CO2-Ausstoßes gehe mittlerweile auf das Konto von Schwellenländern wie China oder Indien. Allein China sei für 60 Prozent des Anstiegs verantwortlich und vor den USA jetzt größter Emittent des Treibhausgases, sagte der in Australien ansässige Verantwortliche für das Projekt, Pep Canadell. Indien würde in Kürze Russland als drittgrößten Treibhausgas-Emittenten ablösen.
Canadell zufolge könnte die Finanzkrise positive Auswirkungen haben. “Es gibt keinen Zweifel, dass der wirtschaftliche Abschwung seine Spuren hinterlassen wird. Aber solange die großen Akteure wie China, Indien, Russland und Japan nicht im gleichen Maße wie die USA leiden, wird der Rückgang nur klein sein”, schränkte er ein.
Die Studie “Carbon Budget 2007″ wurde von acht Wissenschaftlern verfasst. Sie basiert auf Daten der UNO und des Energiekonzerns BP, statistischen Modellen und Erkenntnissen der Klimaforschung.
Quelle: www.tagesschau.de 26|09|2008
