Kohlekraftwerk in Dörpen steht vor dem Aus

Eon-Kohlekraftwwerk auf dem Rüstersieler Groden von Wilhelmshaven mit einem Wirkungsgrad von gerade einmal 40 Prozent. 60 Prozent werden verschwendet: 1. über den Kühlkreislauf und 2. über die warme Abluft und KraftWärmeKopplung war noch nie eine Option.
Das Kohlekraftwerk war in der Region heftig umstritten.
Weil der Investor abgesprungen ist, steht das umstrittene Kohlekraftwerksprojekt im emsländischen Dörpen vor dem Aus. Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW teilte am Mittwoch mit, wegen fehlender Möglichkeit zur Kraft-Wärme-Kopplung die Projektarbeiten nicht mehr fortsetzen zu wollen. Weil der am Ort ansässige Papierhersteller UPM Nordland bekannt gegeben hatte, keine Wärme von dem Kohlekraftwerk zu beziehen, sondern ein eigenes Gaskraftwerk bauen zu wollen, gebe es für ein Steinkohlekraftwerk in Dörpen keine Basis mehr.
Kraftwerksgegner erleichtert
Für die Bürgerinitiative “Saubere Energie” sagte Vorsitzende Inge Stemmer, die Nachricht sei “ganz hervorragend”. Man müsse nun achtgeben, dass nicht ein anderer Investor einspringe. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland, Marco Graf, zeigte sich dagegen am Mittwochabend enttäuscht. “Die Entscheidung von EnBW gegen den Bau eines Steinkohlekraftwerks am Standort Dörpen ist sowohl energiepolitisch als auch regionalwirtschaftlich bedauerlich.”
8.000 Einwendungen
Das Kraftwerksvorhaben war in der Region heftig umstritten. Bereits bei den Vorbereitungen für den Bau hatte es Verzögerungen gegeben. Gegen den im Sommer ausgelegten Bebauungsplan wurden mehr als 8.000 Einwendungen erhoben. Auch Umweltverbände kritisierten das Kraftwerksvorhaben und drohten mit Klagen.
Quelle: NDR
